Schalenskulptur aus Eisen und Messing

Auch dieses Objekt ist eine interessante Arbeit.
Ich habe einzelne Schweißdrähte im rechten Winkel zueinander gelegt und miteinander verlötet.
Dann wurde diese Gitterstruktur mit Messing zu einem kompakten Paket verschweißt. Anschließend ist dieses Paket im Feuer recht dünn ausgeschmiedet worden.

Das Zink im Messing verträgt sich nicht besonders gut mit Eisen. Das geschmiedete Paket wird rissig, es kommen Löcher in die Struktur und man muss schauen, dass nach der Schmiederei noch genug übrig bleibt, um daraus eine Schale zu formen.

Diese amorphe Form ist aber gerade das schöne an diesen Arbeiten.

Nachdem die Form fertig geschmiedet war, wird die Arbeit in Salpetersäure geätzt.
(bitte nicht selber probieren, ohne geeignete Schutzmaßnahmen ist das hochgiftig, es bilden sich nitrose Gase)

Das Eisen, als das unedlere Material, ätzt dabei deutlich schneller weg als das Messing. So bilden sich Hohlräume an den Stellen, wo vorher das Eisen war.

Durch etliche Versuche ist es mir gelungen, das halbwegs so zu steuern, dass das Eisen teilweise erhalten bleibt.

Nun wird die Arbeit gebeizt, neutralisiert und flammoxidiert.
Nach der Wärmebehandlung erscheinen die beiden Metalle in verschiedenen Farben.

Nicht ganz einfach, aber schön.

Länge 18 cm.

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